Klimaprofilmessung


 

Warum Klimaprofil-Messungen?

Das Problem ist allen Betreibern industrieller Produktionsanlagen zur Gebäckherstellung bekannt:

 
Wie kommt man zu optimalen Einstellungen von Gär- und Ofenlinien?

Sind es bei neuen Anlagen die Reisebackmeister der Anlagenlieferanten, die zusammen mit dem Personal der Anlagenbetreiber die Anlagen einfahren, so sind es bei älteren Anlagen die erfahrenen Produktions- und Linienführer, welche die richtigen Einstellungen für das jeweilige Produkt kennen.

Trotzdem kommt es häufig vor, daß die Produktqualität unzureichend ist und nicht dem gewünschten Standart entspricht.

In vielen Fällen führt dieser Zustand oft zu hitzigen Diskussionen zwischen Teigmachern und Bäckern, ohne aber die Ursachen wirklich ermitteln zu können.

Oft wird der „Schwarze Peter“ auch zwischen dem Anlagenhersteller und dem Betreiber der Anlage hin und hergeschoben, besonders in Fällen, wenn die Abnahme noch nicht erfolgt ist und Restzahlungen offen sind.

Eine Lösung dieser Problematik sind Klimaprofilmessungen in den jeweiligen Anlagen
durch die 3S Sensor & Service Schmidt GmbH.


Wir verfügen über mehr als 25-jährige Erfahrung auf diesem Gebiet und haben weit über 350 Anlagen in der ganzen Welt untersucht und optimiert.


Darüber hinaus hat unsere Dienstleistung den Vorteil, neutral und völlig unabhängig von den bekannten Anlagenherstellern zu sein.

Das die Untersuchungsergebnisse absolut vertraulich behandelt werden versteht sich von selbst.

 

 

 

Klimaprofilmessung in einer Bretzel-Linie

 

 

 

Durchführung von Klimaprofilmessungen.

Unser patentiertes PHTM-Meßsystem besteht aus einer Isolierbox, sowie den Feuchte- und Temperatursensoren.

Welche Isolierbox verwendet wird, hängt vom Einsatzfall ab:

Bei Dauerbackwaren mit Backzeiten von < 30 min. und Backraumtemperaturen von etwa 225°C wird eine flache Box mit einer Höhe von ca. 60 mm Höhe verwendet.
Frischbackwaren mit Backzeiten von bis zu 120 min und Backraumtemperaturen bis 275°C erfordern entsprechend stärker isolierte und damit höhere Boxen.

In der Isolierbox sind der Datalogger, die Spannungsversorgung, die Meßverstärker für die Feuchtesensoren und bei Bedarf, spezielle Kühlelemente untergebracht.

Die jeweils 3 kombinierten Feuchte- und Temperatursensoren befinden sich in speziellen Haltern, die mit Magneten auf dem Ofenband fixiert werden.
Zur Vermeidung von Kollisionen im Ofen, die zu unabsehbaren Schäden führen können, sind die Sensoren nicht starr in einer Halterung befestigt, sondern durch flexible Hochtemperaturkabeln mit dem Logger verbunden.

Dadurch ist eine beliebige Sensoranordnung möglich, was besonders bei der Untersuchung von „Randproblemen“ vorteilhaft ist.

Zunächst wird ermittelt, ob die zu untersuchende Anlage genügend Freiraum im Gärraum, beziehungsweise im Ofen über dem Ofenband hat, um ein problemloses Durchlaufen des Meßsystems zu gewährleisten.

Nachdem der Logger programmiert und die Sensoren betriebsbereit sind, wird das Meßsystem auf das Band gelegt. Mit den Sensoren voraus, durchläuft das Meßsystem inmitten des Produkts die Anlage. Dabei werden fortlaufend die Messwerte der jeweiligen Feuchte- und Temperatursensoren gemessen und aufgezeichnet.

Nach dem Verlassen der Anlage wird der Logger ausgelesen und die Meßdaten in Form eines Diagramms dargestellt. Damit ist eine sehr anschauliche Darstellung der Klimasituation möglich.
Das Meßsystem wird mit neuen Kühlakkus bestückt, so daß die nächste Messung unmittelbar danach durchgeführt werden kann.

 

 

 

 

Klimaprofil eines Thermoölofens für Roggenbrot vor der Optimierung

 

 

Optimierung der Einstellungen.

Mit Hilfe der grafisch dargestellten Klimaprofile lassen sich sofort Abweichungen vom Sollprofil erkennen und lokalisieren.
Ein Vergleich mit früheren Einstellungen ist so problemlos möglich.
Einmal gefundene optimale Betriebszustände können so dokumentiert und archiviert werden.
 

Ein weiterer Vorteil dieser Meßmethode besteht darin, daß die Klimaprofile verschiedener Anlagen miteinander verglichen werden können.
Auf diese Weise können die Profile optimal eingestellter Anlagen auf Anlagen mit unzureichender Produktqualität übertragen werden.
Es hat sich als sehr hilfreich erwiesen, alte Anlagen vor der Demontage durchzumessen, um ihr Profil auf die neue und oft leistungsstärkere Anlage zu übertragen.
Sehr oft konnte so die Inbetriebnahmephase drastisch verkürzt werden.

Bei Anlagen mit unzureichender Produktqualität wird zunächst mit der ersten Messung der Ist-Zustand ermittelt. Schon jetzt kann beurteilt werden, ob falsche Einstellungen die Ursache sind, oder ein technischer Fehler der Anlage vorliegt.
In diesem Fall ist der Anlagenhersteller gefragt, der auf Grund der Untersuchungsergebnisse gezielt eine Reparatur durchführen kann.
Bei fehlerhaften Einstellungen werden diese so lange verbessert, bis der gewünschte Erfolg erreicht ist.
Hierbei muß nach jeder Einstellungsänderung gemessen werden, um jeweils den Einfluß und die Wirksamkeit zu überprüfen.
Während der Untersuchung werden alle Einstellungsänderungen mit den jeweiligen Meßergebnissen protokolliert.

Bei späteren Problemen kann mit dieser archivierten Dokumentation und erneuten Messungen jederzeit die Ursache ermittelt werden.

 

 

 

 

Klimaprofil eines Thermoölofens für Roggenbrot nach der Optimierung